Diaphragma-Dysfunktionen und ihre Behandlung: Neuraltherapie und Manuelle Medizin als wirksame Ansätze
Autoren :
- Fatma Gülçin URAL NAZLIKUL1,2,3 und Hüseyin NAZLIKUL 3,4,5,6
Zusammenfassung :
Diaphragma-Funktionsstörungen sind ein medizinisches Thema, dessen Bedeutung häufig unterschätzt wird. Sie äußern sich durch respiratorische und systemische Symptome wie Dyspnoe, Schlafstörungen, chronische Erschöpfung, gastroösophagealen Reflux und sogar Herzinsuffizienz. Da das Zwerchfell als primärer Atemmuskel eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Rumpfstabilität und der Regulierung des intraabdominalen Drucks spielt, kann eine Funktionsstörung tiefgreifende Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben.
Ursachen und Pathophysiologie der Diaphragma-Dysfunktionen: Zwerchfellfunktionsstörungen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, unter anderem:
- Chronischer Stress, der die Spannung im Zwerchfell und der umgebenden Faszie erhöht,
- Myofasziale Triggerpunkte, die die Muskelkontraktion und Beweglichkeit beeinträchtigen,
- Narbengewebe, das die fasziale Beweglichkeit einschränkt,
- Traumata, Operationen oder mechanischer Stress, die die Funktion des Nervus phrenicus reizen oder beeinträchtigen können.
Der Nervus phrenicus, der das Zwerchfell innerviert, spielt eine entscheidende Rolle für die Funktionsfähigkeit dieses Muskels. Eine Reizung oder Schädigung des Nervus phrenicus kann die Zwerchfellbewegung erheblich beeinträchtigen und dadurch nicht nur zu Atembeschwerden, sondern auch zu einer Dysregulation des autonomen Nervensystems und der Organfunktionen führen.
Therapeutische Ansätze: Die Kombination aus Neuraltherapie und Manueller Medizin hat sich als besonders wirksam bei der Behandlung von Diaphragma-Dysfunktionen erwiesen. Injektionen, die auf myofasziale Triggerpunkte abzielen, sowie die Segmenttherapie können die Zwerchfellfunktion unterstützen. Der manuellen Diagnostik kommt eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung segmentaler Dysfunktionen und faszialer Adhäsionen zu.
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https://doi.org/10.5281/zenodo.14685351
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